Am Mittwoch durfte ich im Rahmen des Offenburger Lesesommers als einer von fünf Vorlesenden einen Abend mitgestalten. Ich habe das Kapitel „Gottfried von Cramm“ aus dem Buch „Der stille Freund“ von Ferdinand von Schirach gelesen. Das Buch besteht aus 14 in sich abgeschlossenen Geschichten. Sie erzählen davon, wie Zufälle und Entscheidungen das Leben von Menschen und Familien beeinflussen und regen zum Nachdenken an.

Besonders schön war für mich aber auch der Ort: der stimmungsvolle Kreuzgang des ehemaligen Kapuzinerklosters.

Dort wurden viele Erinnerungen wach. Ich bin am Grimmelshausen-Gymnasium zur Schule gegangen, im Kreuzgang fand unsere Abiturfeier statt und ich stand dort schon als Schüler auf der Bühne – bei der Veranstaltungsreihe „Literatur und Musik“, die damals von der Oberstufe gestaltet wurde. Umso schöner war es, viele Jahre später an diesen Ort zurückzukehren – diesmal als Vorleser.

Der Offenburger Lesesommer zeigt auf wunderbare Weise, wie vielfältig Literatur sein kann und wie Lesen Menschen zusammenbringt. Ich hoffe, dass von diesem tollen Konzept viele Impulse ausgehen und die Freude am Lesen weiter wächst.

Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam und alle, die diesen besonderen Abend möglich gemacht haben. Es hat mir großen Spaß gemacht, dabei zu sein!