Offenburg hat beim aktuellen Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe schlecht abgeschnitten. Das sollte uns nicht kaltlassen.

Gerade im Oberrheingraben werden heiße Sommer zur zunehmenden Herausforderung.

Für mich ist klar: Wir müssen handeln. Gleichzeitig sollten wir Rankings weder ignorieren noch ungeprüft übernehmen. Entscheidend ist, die Situation vor Ort sorgfältig zu analysieren und daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Aus meiner fast zwölfjährigen Erfahrung als Bürgermeister weiß ich: Klimaanpassung gelingt nicht durch Symbolpolitik, sondern durch konkrete Maßnahmen. In Grenzach-Wyhlen haben wir zahlreiche Flächen entsiegelt, über 150 Bäume neu gepflanzt, Spielplätze beschattet, Wildblumenwiesen angelegt und die Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume verbessert.

Diese Erfahrungen möchte ich in Offenburg einbringen:

✅ Mehr Bäume und Beschattungen an Plätzen, Spielplätzen, Schulhöfen, Kindergärten und Bushaltestellen

✅ Entsiegelung von geeigneten Flächen und mehr Grün in den Quartieren

✅ Schutz und Erhalt gesunder Bestandsbäume

✅ Transparenz darüber, welche Maßnahmen umgesetzt und welche Fortschritte erzielt werden

✅ Ein Beteiligungsprogramm, bei dem Bürger Vorschläge für Begrünungs- und Entsiegelungsprojekte einbringen können

✅ Berücksichtigung von Hitzeschutz und Stadtklima bei allen größeren Bauprojekten

Dabei ist mir wichtig: Mehr Grün und Klimaanpassung dürfen kein Gegensatz zu einer attraktiven, lebendigen und gut erreichbaren Innenstadt sein. Wir brauchen Lösungen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen zusammenbringen. Nicht überall können Bäume gepflanzt werden, weil Leitungen im Untergrund verlaufen, Sicherheitsanforderungen bestehen oder andere wichtige Nutzungen berücksichtigt werden müssen. Deshalb braucht es sorgfältige Abwägungen und keine ideologischen Scheindebatten.

Die Menschen müssen bei diesem Weg mitgenommen werden. Gute Stadtentwicklung entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im Dialog mit Bürgerschaft, Einzelhandel, Vereinen und allen Beteiligten.

Mein Ziel ist eine lebenswerte Stadt – mit mehr Schatten, mehr Aufenthaltsqualität und konkreten Verbesserungen, die die Menschen im Alltag spüren.