Wahlprogramm

Liebe Offenburgerinnen und Offenburger,

als Oberbürgermeister Ihrer großartigen Stadt Verantwortung zu übernehmen, wäre für mich eine echte Herzensangelegenheit. Denn ich bin in Ohlsbach aufgewachsen, in Offenburg zur Schule gegangen und bis heute hier tief verwurzelt.

Gleichzeitig bringe ich aus meiner fast zwölfjährigen Tätigkeit als Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen einen unvoreingenommenen Blick von außen sowie umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung mit. Bei meiner Wiederwahl im Jahr 2022 wurde ich von allen fünf Fraktionen unterstützt und mit 97,4 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft habe ich dort zahlreiche Projekte umgesetzt. Dabei hat sich bestätigt: Gute Kommunalpolitik braucht Verlässlichkeit, Dialogbereitschaft und praktische Kompetenz.

Damit möchte ich auch Sie in Offenburg überzeugen – überparteilich, sachorientiert und bürgernah. Offenburg ist eine vielfältige, erfolgreiche und lebenswerte Stadt. Dennoch steht sie vor großen Herausforderungen. Die wirtschaftliche Entwicklung verlangt einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Spielräumen. Gleichzeitig sind die personellen und finanziellen Ressourcen begrenzt. Wir werden deshalb nicht alles gleichzeitig verwirklichen können. Umso wichtiger ist es, gemeinsam klare Prioritäten zu setzen. Manche Aufgaben lassen sich innerhalb weniger Jahre lösen, andere brauchen eine langfristige Perspektive.

Genau deshalb möchte ich nicht nur für acht Jahre Verantwortung übernehmen, sondern mit dem Vertrauen der Offenburgerinnen und Offenburger mindestens zwei Amtszeiten lang für diese Stadt da sein und ihre Zukunft gestalten. Auch aus diesem Grund ist das vorliegende Wahlprogramm gemeinsam mit Ihnen entstanden. Bei meinen Marktständen und Themenwochen, in der Kernstadt und in den Ortsteilen, bei Besuchen von Unternehmen und Vereinen, auf Veranstaltungen sowie im Rahmen der Online-Beteiligung habe ich Ihnen zugehört und Ihre Anregungen aufgenommen.

Dieses Programm ist deshalb ein echtes „Bürgerprogramm“ – das Ergebnis unseres gemeinsamen Austauschs. Herzlichen Dank dafür! Um dieses Programm gemeinsam mit Ihnen umzusetzen, bitte ich Sie am 11. Oktober 2026 um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme. Für ein starkes Miteinander – und für einen Oberbürgermeister für alle.

Herzlichst

9 gute Gründe, Tobias Benz zu wählen

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Weil er aus der Ortenau kommt und Land und Leute kennt.
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Weil er in Grenzach-Wyhlen seit 2014 mit hervorragender Arbeit überzeugt hat.
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Weil er Respekt und Anerkennung in nahezu allen politischen Lagern genießt.
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Weil er hervorragendes Fachwissen im immer wichtiger werdenden Feld „kommunale Finanzen“ mitbringt und als Vorstandsmitglied des Städtetags hervorragend vernetzt ist.
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Weil er zuhört und die Ideen und Wünsche der Bürgerschaft in seine Ziele einbindet.
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Weil er nicht nur redet, sondern anpackt und es schafft, auch kontroverse Positionen zu guten Lösungen zusammenzuführen.
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Weil er die Bedürfnisse von Jung und Alt im Blick hat.
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Weil er bereit ist, auch unbequeme Dinge anzugehen.
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Weil er ein Oberbürgermeister für alle und gerne vor Ort bei den Menschen ist.

Kinder, Jugend, Bildung und Familie

Beste Chancen von Anfang an. Kinder und Familien brauchen gute Rahmenbedingungen, verlässliche Betreuung und beste Bildungschancen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf nicht an fehlenden Betreuungszeiten scheitern. Offenburg soll familienfreundlicher Bildungs- und Lebensort sein.

 

  • Verlässliche Kita-Betreuung: Bedarfsgerechte Betreuungszeiten sichern und an einzelnen Einrichtungen Ganztagsangebote bis 18 Uhr schaffen.
  • Wahlfreiheit sichern: Eltern sollen zwischen unterschiedlichen Betreuungsangeboten wählen können.
  • Grundschulen weiterentwickeln: Flexiblere Betreuungszeiten, Mittagessen auch für Halbtagskinder sowie Betreuung vor und nach den Unterrichtszeiten ermöglichen.
  • Kitas und Schulen modernisieren und klimafit machen: Gebäude zeitgemäß, barrierearm und hitzefest gestalten, Klimaanlagen zur Kühlung verwenden.
  • Sichere Schulwege: Radschulwegplanungen umsetzen.
  • Schulen bedarfsgerecht digital ausstatten.
  • Jugend stärken: attraktive Treffpunkte und Freizeitangebote schaffen, aufsuchende Jugendarbeit stärken und mit einem Jugendbudget eigene Projekte ermöglichen.
  • Bildungschancen verbessern: Sprachförderung ausbauen.
  • Attraktive Angebote für Kinder und Familien fördern.
  • Neue, niedrigschwellige Formen der Kinder- und Jugendbeteiligung schaffen.

Senioren, Gesundheit, Pflege und Soziales

Gut versorgt. Miteinander leben. Eine bürgerfreundliche Stadt ist für Menschen jeden Alters da. Sie sollen in Offenburg gut versorgt, selbstbestimmt und möglichst lange in gewohnter Umgebung leben können.

 

  •  Gesundheitsversorgung sichern: Haus- und Facharztversorgung sichern sowie Pflege, Betreuungs- und Hilfsangebote stärken, innovative Lösungen unterstützen.
  • Gesundheitsnetzwerke ausbauen: Prävention und Rehabilitation stärken, Beratungsangebote ausbauen und Akteure besser vernetzen.
  • Neues Klinikum als Gesundheitsstandort: Den Neubau erfolgreich umsetzen und in Verbindung mit dem Umfeld zu einem starken Gesundheitsstandort entwickeln.
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verbessern und durch Inklusion Teilhabe ermöglichen.
  • Integration stärken: Das Zusammenleben von Einheimischen und Zugezogenen fördern.
  • Begegnung und Gemeinschaft fördern: Begegnungsorte schaffen, Einsamkeit entgegenwirken und das Wir-Gefühl stärken, Ehrenamt und Mehrgenerationenprojekte fördern.
  • Soziale Teilhabe ermöglichen: Soziale Einrichtungen stärken und bezahlbare Angebote schaffen, etwa gemeinsame Mittagstische.
  • Wohnen im Alter: Seniorengerechte Wohn- und Betreuungsangebote schaffen und innovative Wohnformen bei Alter und Pflegebedürftigkeit fördern.

Kultur, Sport, Vereine und Ehrenamt

Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen sich engagieren. Vereine, Sport, Kultur, Musik, Brauchtum und Ehrenamt machen Offenburg lebendig und schaffen Zusammenhalt. Dieses Engagement soll verlässlich unterstützt werden.

 

  • Verlässlicher Partner für die Vereine: Die vielfältige einslandschaft erhalten und Kooperationen fördern, Kinder- und Jugendarbeit unterstützen.
  • Gute Rahmenbedingungen schaffen: Hallenkapazitäten, Räume sowie attraktive Sportstätten sichern, Nutzungsgebühren senken.
  • Ehrenamt entlasten und wertschätzen: Förderungen sslich gestalten, Bürokratie abbauen und Ehrenamt sichtbarer machen. Projekt Ehrenamtsstadt Offenburg starten.
  • Vereine besser begleiten: Eine zentrale Ansprechperson in der Stadtverwaltung schaffen und die Unterstützung bei Großveranstaltungen ausbauen.
  • Kultur stärken: Eine vielfältige Kulturlandschaft von der Breitenkultur bis zu hochkarätigen Angeboten fördern – kreativ, innovativ und für möglichst viele zugänglich.
  • Musik-, Kunst- und Volkshochschule als wichtige Bildungs- und Kulturträger erhalten.
  • Brauchtum lebendig halten: Fasent und örtliches Brauchtum pflegen und unterstützen.
  • Freiheitsstadt 1847 erlebbar machen: Die Freiheitsgeschichte noch stärker im Stadtleben verankern.
  • CANVAS22: Die bereits beschlossene Sanierung und Umnutzung des Alten Schlachthofs zu einem attraktiven Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum umsetzen, dabei aber Investitions- und Folgekosten im Blick behalten und einen nachhaltigen Mehrwert für Offenburg sicherstellen.
  • Religionsgemeinschaften einbinden: Dialog, Begegnung und gemeinsames Engagement für den Zusammenhalt stärken.

Wohnen

Mehr Wohnraum schaffen. Lebensqualität erhalten. Offenburg wächst und ist eine attraktive Stadt – genau deshalb braucht es mehr Wohnraum für unterschiedliche Lebenssituationen und Einkommen.

 

  • 2.000 neue Wohneinheiten bis 2034: Verbindliches Ziel für mehr Wohnraum in Offenburg.
  • Wohnraumoffensive „Bündnis für Wohnen“: kommunale und private Akteure am Wohnungsmarkt zusammenbringen für Neubau, Ausbau und Reaktivierung von Wohnraum.
  • Wohnungsbau beschleunigen: Gesetzliche Vereinfachungen und Ermessensspielräume konsequent nutzen, um schneller und günstiger Wohnraum zu schaffen.
  • Bezahlbares Wohnen schaffen: Mehr bezahlbaren Wohnraum ermöglichen, die städtische Wohnbaugesellschaft als Motor dafür stärken, serielles und modulares Bauen einsetzen.
  • Baugebiete umsetzen: Die bereits geplanten Baugebiete in Bohlsbach, Bühl, Rammersweier und Waltersweier zügig realisieren, weitere sukzessive angehen – mit externer Unterstützung durch Planer, Projektmanager und Fachbüros.
  • Innenentwicklung stärken: Baulücken schließen, Nachverdichtung mit Augenmaß ermöglichen, Umnutzungen erleichtern und Leerstand verringern.
  • Wohnen für alle Generationen: Barrierefreies und seniorengerechtes Wohnen fördern, Mehrgenerationenwohnen und inklusive Wohnformen unterstützen, Wohnraum für Auszubildende, Studenten und junge Menschen schaffen.

Mobilität und Erreichbarkeit

Sicher unterwegs. Gut erreichbar. Für alle. Offenburg ist Oberzentrum und Teil einer ländlich geprägten Region. Deshalb braucht es eine Mobilität, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. Mein Ziel: funktionierende Straßen und Parkkonzepte, ein attraktiver ÖPNV und sichere Rad- und Fußwege.

 

  • Mobilität pragmatisch gestalten: Gleichberechtigte Berücksichtigung aller Verkehrsmittel, Umsetzung realistischer Lösungen, Erreichbarkeit der Innenstadt für alle sichern.
  • Smarte Verkehrssteuerung: Moderne Steuerungssysteme auf den Hauptachsen und ein digitales Parkleitsystem in der Innenstadt verbessern den Verkehrsfluss, reduzieren Parksuchverkehr und verringern Emissionen.
  • Parken neu denken: Parkgebühren kundenfreundlicher gestalten, die Brötchentaste auf 30 Minuten ausweiten, im 20-Minuten-Takt abrechnen und Parkgebühren überprüfen. Oberirdische Stellplätze erhalten.
  • Park-and-Ride testen: Ein günstiges Park-and-Ride-Angebot mit Pendelverkehr in die Innenstadt soll zunächst testweise erprobt werden. Ergänzend soll das Parkhaus am Freizeitbad Stegermatt zügig realisiert werden.
  • Anwohnerparken und Parkzonenausweitung überprüfen: neues Konzept mit der Bürgerschaft und Betroffenen entwickeln – lösungsorientiert und flexibel.
  • Gemeinsam mit den Arbeitgebern gute Lösungen für Beschäftigtenparken und attraktive Alternativen zum Auto entwickeln.
  • Busangebot gezielt weiterentwickeln, innovative Mobilitätsangebote wie Rufbus prüfen, Busflotte elektrifizieren.
  • Radverkehr stärken: Ein Gesamtkonzept mit Vorrangrouten und abgestuftem Routennetz umsetzen, bestehende Infrastruktur verbessern, Sicherheit erhöhen und zusätzliche Fahrradstellplätze schaffen. Radschulwegplanung für alle Schulen durchführen, Rad- und Fußverkehr in der neuen Nord-Bahnunterführung klar trennen, ein durchgängiges und einheitliches Führungssystem für den Radverkehr im Stadtgebiet umsetzen.
  • Regelmäßige Verkehrsschauen durchführen und Ergebnisse umsetzen.
  • Sichere Schul- und Fußwege sowie Barrierefreiheit sicherstellen.
  • Verkehrsregeln konsequent durchsetzen mit verstärkten Kontrollen bei allen Verkehrsteilnehmern, auch E-Scootern.
  • Straßen und Brücken erhalten: Sanierungs- und Erhaltungsprogramm auflegen
  • Baustellen besser koordinieren und kommunizieren, Straßensperrungen so kurz wie möglich halten.
  • Verkehrsprobleme lösen: Für Verkehrsknoten B33, B3 und die Anbindung des Industriegebiets Elgersweier nachhaltige Lösungen entwickeln.
  • Bahn stärken: Realisierung des Bahntunnels vorantreiben, ICE-Halt sichern.
  • Lärm reduzieren: Lärmschutz an Bundesstraßen und Autobahn verbessern sowie die Lärmaktionsplanung zügig umsetzen.
  • Verkehrssicherheit erhöhen: Regelmäßigen Grün-Rückschnitt und eine konsequente Pflege des Straßenraums sicherstellen.

Stadtentwicklung

Vorausschauend planen. Nachhaltig entwickeln. Gemeinsam gestalten. Offenburg soll sich weiterentwickeln, ohne seinen Charakter zu verlieren. Neue Wohngebiete, Gewerbeflächen, moderne Infrastruktur, attraktive Stadt- und Ortsteilzentren müssen zusammen gedacht werden. Laufende Projekte sollen erfolgreich und im Kostenrahmen vorangebracht und neue Entwicklungen frühzeitig mit der Bürgerschaft gestaltet werden.

 

  • Sanierungsgebiet Bahnhof-Schlachthof erfolgreich umsetzen und die Bereiche städtebaulich aufwerten.
  • Zukunftsplan „Offenburg 2050“ gemeinsam entwickeln: Langfristige Ziele für Wohnen, Mobilität, Wirtschaft, Bildung, Klima und Finanzen gemeinsam erarbeiten.
  • Bisherige Klinikstandorte neu denken: Die Areale unter Einbeziehung der Bürgerschaft überplanen, vorhandene Bausubstanz nutzen und neue Angebote für Wohnen, Pflege, Betreuung und ambulante medizinische Versorgung schaffen.
  • Den Neubau des Ortenau-Klinikums realisieren und mit guter Erschließung und einem Pendelbus klug anbinden.
  • Infrastruktur mitentwickeln: Schulen, Kitas und Mobilität parallel zur Entwicklung der neuen Wohngebiete ausbauen.
  • Innenstadt sowie die Zentren von Orts- und Stadtteilen als lebendige Orte der Begegnung, Versorgung und Identifikation gestalten.

Landesgartenschau 2032

Chance für die Stadt. Dauerhafter Mehrwert. Die Landesgartenschau 2032 ist eine große Chance für Offenburg. Sie soll nicht nur ein Ereignis für ein Jahr werden, sondern nachhaltige Impulse setzen. Entscheidend sind ein klarer Kostenrahmen und Investitionen, die der Stadt dauerhaft zugutekommen.

 

  • Chance für mehr Grün und nachhaltigen Mehrwert: Die Landesgartenschau zum bleibenden Impuls für nachhaltige Stadtentwicklung sowie Klima- und Hitzeschutz machen.
  • Die Innenstadt aktiv einbeziehen.
  • Auf den Aussichtsturm als städtisches Projekt aufgrund der hohen Kosten und Folgekosten verzichten.
  • Kosten, Fördermittel und langfristige Folgekosten offen und nachvollziehbar kommunizieren.
  • Kostenrahmen einhalten: Klare Budgetierung und konsequentes Projektcontrolling.

Innenstadt, Handel und Tourismus

Eine lebendige Innenstadt ist das Herz Offenburgs.
Die Innenstadt ist mehr als ein Ort zum Einkaufen. Handel, Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen und Tourismus gehören dabei zusammen.

 

  • Projekt „Lebendige Innenstadt“: Offenburg als das Einkaufs-, Erlebnis- und Genusszentrum zwischen Freiburg und Karlsruhe mit belebter Innenstadt auch abends und unter der Woche.
  • Handel und Gastronomie stärken: Örtliche Akteure stärker einbinden und gemeinsam attraktive Angebote entwickeln.
  • Gastronomie-Pavillon unter den Pagoden in der Hauptstraße sanieren und erhalten.
  • Einfache Erreichbarkeit der Innenstadt mit Auto, Bus, Fahrrad und zu Fuß.
  • Parken attraktiver machen: Parkgebühren kundenfreundlich gestalten, ein Park-and-Ride-Angebot mit Bustagesticket prüfen und umsetzen. Keine Reduzierung von Parkplätzen.
  • Leerstände aktiv angehen: Leerstandsmanagement professionalisieren und neue Nutzungen ermöglichen.
  • Aufenthaltsqualität verbessern: Mehr Grün, Schatten, Sitzmöglichkeiten und attraktive Aufenthaltsbereiche schaffen, Sauberkeit und Sicherheit verbessern.
  • Märkte und Veranstaltungen in der Innenstadt: erhalten und zusätzliche Formate entwickeln. Sperrstunde am Wochenende überprüfen.
  • Bürokratie abbauen: Sondernutzungen und Aktionen im öffentlichen Raum erleichtern.
  • Landesgartenschau 2032 nutzen: Handel, Gastronomie und Hotellerie profitieren, die Innenstadt wird aktiv einbezogen.
  • Tourismus weiterentwickeln und KONUS-Gästekarte einführen.
  • Einheitlichen Marketingauftritt für Offenburg entwickeln und die überregionale Werbung ausbauen.
  • Digitale Werbetafeln für Veranstaltungen, städtische Informationen und örtliche Werbung an den Stadteinfahrten.
  • Barrierefreie öffentliche Toilettenanlage in der Innenstadt schaffen.
  • Eine deutliche Reduzierung, wenn möglich sogar Verlegung des Busverkehrs aus der Hauptstraße (Fußgängerzone) umsetzen.

Starke Ortsteile – starke Gesamtstadt

Vielfalt bewahren. Gemeinsam wachsen. Die elf Ortsteile prägen die Identität und Vielfalt Offenburgs. Sie sollen ihren Charakter bewahren und gleichzeitig gute Entwicklungsmöglichkeiten haben.

 

  • Ortschaftsräte stärken: Regelmäßigen Austausch, kurze Wege und verbindliche Berücksichtigung der Anliegen der Ortsteile.
  • Regelmäßige Ortsteilgespräche des Oberbürgermeisters etablieren.
  • Ortsidentität stärken: Vereine und Initiativen unterstützen und das besondere Profil der Ortsteile bewahren.
  • Ortsverwaltungen stärken und ihre Angebote digital weiterentwickeln.
  • Aktuelle Ortsentwicklungskonzepte für alle elf Ortsteile erstellen und mit verbindlichen Umsetzungsplänen hinterlegen.
  • Ausgewogene Verteilung der Investitionen auf die Kernstadt, die Stadtteile sowie die elf Ortsteile sicherstellen.
  • Zentren der Ortsteile attraktiver gestalten, Aufenthaltsqualität verbessern und Begegnungsmöglichkeiten schaffen.
  • Bestehende Infrastruktur modernisieren und für jeden Ortsteil eine langfristige Gebäudekonzeption entwickeln.

Offenburgs Stadtteile – Vielfalt erkennen und bewahren

Nachbarschaft. Engagement. Zusammenhalt. Lebendige Nachbarschaften, Bürgergemeinschaften sowie Stadtteil- und Familienzentren sind wichtige Säulen des Zusammenlebens in den Stadtteilen. Diese Strukturen sollen gestärkt, besser vernetzt und die Anliegen der Stadtteile im Rathaus gehört werden.

 

  • Stadtteilzentren stärken: Die sieben Stadtteil- und Familienzentren zu Anlaufstellen für die Bürgerschaft und als Bindeglied zu Vereinen weiterentwickeln, Konzept der „Stadtteillotsen“ erproben.
  • Zusammenarbeit mit Bürgergemeinschaften verbessern und eine zentrale Ansprechperson benennen.
  • Lebendige Stadtteile entwickeln mit guten Angeboten bei Wohnen, Mobilität, Versorgung und Teilhabe.
  • Gemeinschaft und Engagement fördern: Begegnungsorte schaffen, Austausch vor Ort stärken, Vereine, Initiativen und Engagierte unterstützen.

Offenburg und Europa

Europa leben. Grenzen überwinden. Chancen nutzen. Offenburg liegt mitten in Europa, im Herzen des Eurodistrikts. Diese Lage ist eine große Chance für die Stadt als grenzüberschreitendes Oberzentrum.

 

  • Städte- und Ortsteilpartnerschaften stärken, Begegnungen und Austausch ausbauen, Vereine stärker einbinden, Spracherwerb fördern.
  • Grenzüberschreitend zusammenarbeiten: Den Austausch mit Straßburg und dem Elsass intensivieren, die Chancen des Eurodistrikts aktiv nutzen.
  • Offenburg übernimmt als Oberzentrum im grenzüberschreitenden Raum eine aktive Rolle in der regionalen Zusammenarbeit.

Sicherheit und Bevölkerungsschutz

Sicherheit schafft Vertrauen. Hinsehen. Handeln. Verantwortung übernehmen. Die Menschen sollen sich in Offenburg zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühlen. Dazu gehören ein starker kommunaler Ordnungsdienst, konsequentes Vorgehen gegen Vandalismus und Verschmutzung, gut ausgestattete Feuerwehr und Rettungsorganisationen sowie eine moderne Krisen- und Katastrophenvorsorge. Das Freizeitbad Stegermatt muss wieder ein Ort werden, an dem sich Offenburger Familien sicher und wohlfühlen.

 

  • Hausordnung im Freizeitbad Stegermatt durchsetzen: Null-Toleranz-Linie bei Regelverstößen, personalisierte Eintritts- und Saisonkarten sowie eine attraktivere OffenburgCard als bevorzugte Eintrittsmöglichkeit für Offenburgerinnen und Offenburger.
  • Ordnungsdienst stärken: Kommunalen Ordnungsdienst ausbauen und den Gemeindevollzugsdienst auch sonntags, abends und am Wochenende sowie stärker in den Ortsteilen einsetzen – insbesondere gegen wildes Parken.
  • Feuerwehr stärken: Moderne technische Ausstattung, hohe Ausbildungsstandards sowie Wertschätzung des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes.
  • Feuerwache Süd für Zunsweier und Elgersweier realisieren.
  • Rettungsdienste und Hilfsorganisationen verlässlich fördern, die Zusammenarbeit weiter stärken.
  • „OG sauber“: Eine stadtweite Sauberkeitsoffensive mit regelmäßigen Reinigungsaktionen und Aufklärung für ein gepflegtes Stadtbild.
  • Bevölkerungs- und Katastrophenschutz für unterschiedliche Krisenszenarien weiterentwickeln, Großveranstaltungen bestmöglich schützen.
  • Sicherheit verbessern: Beleuchtung im öffentlichen Raum optimieren und Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten einsetzen. Zusammenarbeit mit Polizei und Hilfsorganisationen ausbauen.
  • Sichere Mobilität am Abend.
  • Vandalismus konsequent verfolgen, Prävention ausbauen.
  • Starkregen und Hochwasser vorbeugen: Vorsorge und Schutzmaßnahmen weiterentwickeln, kritische Bereiche besser absichern.

Klima- und Hitzeschutz, Umwelt und Lebensqualität

Klimaanpassung mit Augenmaß – Lebensqualität für heute und morgen. Klimaschutz und Klimaanpassung müssen konkret im Alltag der Menschen ankommen. Umwelt, Wirtschaft und Lebensqualität müssen gemeinsam gedacht werden.

 

  • Sofortprogramm Hitzeschutz: Sonnenschutz, Klimatisierung und Sonnensegel an besonders sensiblen Orten umsetzen sowie die Übersicht über kühle Orte auf die Ortsteile ausweiten. Den Sommer 2027 schon jetzt vorbereiten.
  • Stadtgrün ausbauen: Mehr hitzeresiliente Bäume und Grün in der Kernstadt sowie in den Stadt- und Ortsteilen schaffen, bestehende Bäume konsequent erhalten und pflegen.
  • Transparenz: Erforderliche Fällungen von Bäumen klar kommunizieren und Nachpflanzungen sicherstellen, Maßnahmen und Fortschritte bei Klima- und Hitzeschutz nachvollziehbar dokumentieren.
  • Mein Projekt „Mehr Grün für OG“ durch Entsiegeln und Begrünen: Ein städtisches Budget soll bei der Entsiegelung und Begrünung kleiner Flächen unterstützen und so dezentral das Mikroklima verbessern.
  • Öffentlichen Raum beschatten: Plätze und Spielplätze stärker beschatten und klimaangepasst gestalten.
  • Öffentliche Gebäude klimafit machen: Ein Gesamtkonzept für die Klimatisierung von öffentlichen Gebäuden, Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen entwickeln und schrittweise umsetzen, Kühlung beim Neubau der Reblandschule berücksichtigen.
  • Schwammstadtprinzip: Maßnahmen, um Wasser besser zu speichern, entwickeln und umsetzen.
  • Trinkwasserversorgung langfristig sichern, Regenwasser stärker speichern.
  • Biodiversität stärken: Die Biotopverbundplanung umsetzen und die Artenvielfalt im Stadtgebiet fördern.
  • Erneuerbare Energien ausbauen: Den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und die Potenziale der Stadt nutzen, innovative Modellprojekte fördern.
  • Wärmeversorgung voranbringen: Den Wärmeausbau in den Vorranggebieten der kommunalen Wärmeplanung vorantreiben.
  • Umwelt, Wirtschaft und Lebensqualität gemeinsam denken.
  • Bekämpfung der Tigermücke und weiterer invasiver Arten: Aufklären und Maßnahmenpakete zügig entwickeln, Belastungen reduzieren, Schäden vermeiden.

Landwirtschaft und Weinbau

Regionale Lebensmittel. Kulturlandschaft. Zukunft ermöglichen. Landwirtschaft und Weinbau prägen Offenburg, sichern regionale Lebensmittel und sind Teil unserer Identität.

 

  • Landwirtschaft und Weinbau stärken: Betriebe im Haupt und Nebenerwerb unterstützen und ihre Zukunftsfähigkeit sichern.
  • Kulturlandschaft erhalten: Flächen für Ackerbau, Weinbau sowie Obst- und Gemüseanbau sichern.
  • Innovationen ermöglichen: Neue Ansätze wie Agri-Photovoltaik verantwortungsvoll unterstützen.

Verwaltung, Finanzen und Bürgerbeteiligung

Zuhören. Ermöglichen. Verlässlich handeln. Eine moderne Stadt braucht eine Verwaltung, die verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umgeht, vorausschauend plant, Chancen nutzt, digitale Lösungen gezielt einsetzt und für die Menschen gut erreichbar ist. Entscheidungen und wichtige Vorhaben müssen nachvollziehbar und transparent sein. Ich stehe für eine solide Finanzpolitik mit klaren Prioritäten, eine frühzeitige Beteiligung und regelmäßige Information.

Finanzen

  • Solide Finanzen sind mir als studiertem Finanzwissenschaftler schon immer ein Kernanliegen. Ich stehe für nachhaltiges Wirtschaften und eine langfristig stabile Finanzplanung.
  • Klare Prioritäten: Projekte und Maßnahmen priorisieren und Pflichtaufgaben vor freiwilligen Leistungen erfüllen.
  • Vorausschauend und vorsichtig planen: Haushaltsszenarien entwickeln, um auf wirtschaftliche Unsicherheiten frühzeitig reagieren zu können.
  • Transparente Projekte: Regelmäßig über zentrale Vorhaben, Kosten und Zeitpläne informieren (Offenburg-Cockpit).

Verwaltung und Digitalisierung

  • Digitale Verwaltung: Verwaltungsleistungen und interne Prozesse digitalisieren und vereinfachen, KI-basierte Lösungen gezielt nutzen.
  • Bürgerfreundliches Rathaus: Verwaltung als moderner, lösungsorientierter Dienstleister.
  • Eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung führt schnell zum richtigen Ansprechpartner.
  • Projekt „Mein Offenburg“-App: zentrale städtische App für Bürgerdienstleistungen, digitaler Bearbeitungsstatus für Anträge, städtische Angebote etc. Analoge Angebote bleiben erhalten.
  • Digitaler Schadensmelder: Schäden und Mängel im öffentlichen Raum online melden.
  • Durch interkommunale Zusammenarbeit Verwaltungskosten senken und Leistungen effizienter erbringen.

Bürgerbeteiligung

  • Frühzeitig beteiligen: Bürgerinnen und Bürger frühzeitig, transparent und nachvollziehbar in wichtige Vorhaben einbeziehen, Ergebnisse rückkoppeln.
  • Vielfalt der Stimmen: Beteiligungsprozesse mit nach Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern ergänzen, um unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.
  • Bürgerdialog vor Ort: Regelmäßige Dialogformate in Kernstadt, Stadtteilen und Ortsteilen etablieren.
  • Offenburger Bürgerfonds: Ein Ideenfonds unterstützt kleinere Bürger- und Vereinsprojekte unbürokratisch.
  • Politik transparent machen: Entscheidungen, Beratungen und deren Hintergründe verständlich kommunizieren.

Wirtschaft, Arbeit und Innovation

Starke Wirtschaft. Starkes Offenburg. Gute Arbeitsplätze. Zukunft ermöglichen. Offenburg ist ein starker Wirtschaftsstandort mit engagierten Unternehmen, Handwerk, Mittelstand, Gründern und einer Hochschule. Damit sich die Stadt weiter dynamisch entwickelt, braucht es gute Rahmenbedingungen, Innovation und eine Verwaltung, die Lösungen ermöglicht.

 

  • Wirtschaftsstandort stärken: Gute Rahmenbedingungen für Unternehmen, Handwerk, Mittelstand und Gründer sichern.
  • Ansiedlungen und Erweiterungen erleichtern: Unternehmen bei Neuansiedlungen und Erweiterungen pragmatisch unterstützen.
  • Unternehmenslotse schaffen: Eine zentrale Ansprechperson als Lotse für alle Anliegen von Unternehmen benennen.
  • Breitband- und Mobilfunkausbau beschleunigen, öffentliches WLAN ausbauen.
  • Gewerbeflächen entwickeln: Neue Flächen unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Bürgerentscheids zum Flugplatz entwickeln, brachliegende Gewerbeflächen reaktivieren.
  • Handwerk stärken, Gründungen fördern: Handwerker Gründungszentrum und ein Ausbildungswohnheim realisieren, Technologiepark flow1986 und CANVAS 22 weiterentwickeln.
  • Energieversorgung sichern: Das Stromnetz gemeinsam mit dem E-Werk zukunftsfähig ausbauen.
  • Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Unternehmen und Start-ups intensivieren, Innovationen fördern.
  • Fachkräftegewinnung unterstützen: Bezahlbarer Wohnraum sowie gute Bildungs- und Betreuungsangebote als wichtige Standortfaktoren.